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Die WENN-Funktion – Entscheidungen in Excel automatisieren

Mit WENN lässt du Excel eine Bedingung prüfen und je nach Ergebnis unterschiedliche Werte oder Texte ausgeben. Sie ist die Grundlage fast aller logischen Auswertungen in Tabellen – von einfachen Ampellogiken bis zu mehrstufigen Staffelpreisen.

Syntax

=WENN(Prüfung; Dann_Wert; [Sonst_Wert])

Beispiel: Bestand bewerten

ABC
1ArtikelBestandStatus
2Karton A5120ausreichend
3Etiketten8nachbestellen
Formel in C2: =WENN(B2<10;"nachbestellen";"ausreichend")
=WENN(B2<10; "nachbestellen"; "ausreichend") → ausreichend

Schritt für Schritt

  1. Tippe =WENN( in die Zielzelle.
  2. Formuliere die Bedingung, z. B. B2<10.
  3. Gib nach dem ersten Semikolon den Wert für „wahr" ein (in Anführungszeichen, falls Text).
  4. Gib nach dem zweiten Semikolon den Wert für „falsch" ein, schließe mit ) und bestätige mit Enter.

Mehrere Bedingungen: verschachteltes WENN vs. WENNS

Früher wurden mehrere Fälle durch Verschachtelung mehrerer WENN-Funktionen abgebildet – schnell unübersichtlich:

=WENN(B2>=90; "A"; WENN(B2>=75; "B"; "C"))
Neu ab Excel 2019 / 365

WENNS prüft mehrere Bedingungen der Reihe nach und gibt beim ersten Treffer den zugehörigen Wert zurück – ohne Verschachtelung:

=WENNS(B2>=90; "A"; B2>=75; "B"; WAHR; "C")

Der letzte Fall WAHR;"C" dient als „sonst"-Auffangbedingung, falls keine der vorherigen zutrifft.

Mehrere Kriterien kombinieren: UND / ODER

=WENN(UND(B2>50; C2="aktiv"); "ok"; "prüfen")

UND() verlangt, dass alle Bedingungen zutreffen; ODER() reicht bereits eine zutreffende Bedingung.

Profi-Tipp

Statt WENN(A1="";"";...) zum Abfangen leerer Zellen oder Fehlerwerte, ist häufig WENNFEHLER(...;"") die kürzere und robustere Lösung, weil sie jeden Fehlertyp abfängt, nicht nur den leeren Zellfall.

Häufige Fehler


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