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WENN-Funktion: Bedingungen prüfen und verzweigen

Mit WENN lässt Excel eine Zelle je nach Bedingung unterschiedliche Ergebnisse liefern – die Grundlage für jede Art von Entscheidungslogik in einer Tabelle, von einer einfachen Bestanden/Nicht-bestanden-Prüfung bis zu komplexen mehrstufigen Regeln.

Syntax

=WENN(Wahrheitstest; [Dann_Wert]; [Sonst_Wert])

Beispiel: Bestanden oder nicht bestanden

ABC
1NamePunkteErgebnis
2Meier62Bestanden
3Kranz38Nicht bestanden
4Ott50Bestanden
Bestehensgrenze: 50 Punkte. Formel in C2: =WENN(B2>=50;"Bestanden";"Nicht bestanden")
=WENN(B2>=50; "Bestanden"; "Nicht bestanden")

Schritt für Schritt

  1. Zielzelle wählen und =WENN( eintippen.
  2. Bedingung eingeben, z. B. B2>=50.
  3. Ergebnis für „wahr" in Anführungszeichen eintragen, sofern es sich um Text handelt.
  4. Ergebnis für „falsch" ergänzen und Klammer schließen.
  5. Mit Enter bestätigen und Formel nach unten kopieren.

Mehrere Bedingungen: verschachteltes WENN vs. WENNS

Sollen mehr als zwei Ergebnisse unterschieden werden (z. B. Notenstufen), lässt sich WENN verschachteln:

=WENN(B2>=90;"Sehr gut";WENN(B2>=75;"Gut";"Befriedigend"))

Mit mehr als zwei bis drei Stufen wird das schnell unübersichtlich. Seit Excel 2019/365 übernimmt WENNS diese Aufgabe deutlich lesbarer:

Neu ab Excel 2019 / 365 =WENNS(Test1;Wert1;Test2;Wert2; …)

Dasselbe Beispiel mit WENNS – ohne verschachtelte Klammern:

=WENNS(B2>=90;"Sehr gut";B2>=75;"Gut";WAHR;"Befriedigend")

Der letzte Test WAHR dient als Auffangbedingung („sonst"), ähnlich wie das Sonst_Wert bei WENN.

Profi-Tipp

Für mehrere UND-verknüpfte Bedingungen in einem Test die Funktion UND() einsetzen: =WENN(UND(B2>=50;C2="ja");"OK";"Prüfen"). Für ODER-Verknüpfungen entsprechend ODER().

Häufige Fehler


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